Typographie-Tipps für gute Lesbarkeit

Typographie-Tipps für gute Lesbarkeit

Typographie-Tipps für gute Lesbarkeit

Was macht eigentlich ein gutes Schriftbild aus? Darüber zerbrechen sich Experten seit Jahrzehnten, ja sogar Jahrhunderten den Kopf. Seitdem Design und Präsentation immer wichtiger und wichtiger geworden sind – gerade im Printsektor – spielen derartige Überlegungen erst recht eine zentrale Rolle in der Typographie. Gute Lesbarkeit ist ein entscheidender Schritt zum Erfolg und zeichnet sich durch das geschickt arrangierte Zusammenspiel mehrerer für das ungeübte Auge nahezu unsichtbarer Faktoren. Hier sind einige Tipps für angemessene Typographie und gute Lesbarkeit vom Print-Profi!

Welcher Schriftsatz passt besser?

Generell wird zwischen zwei Schriftsätzen unterschieden:

  • Blocksatz eignet sich vor allem für längeren Fließtext. Hier sollten Zeichenabstand und, falls verwendet, Worttrennung unbedingt überprüft werden, da Zeilen bei langen nachfolgenden Wörtern stark auseinandergezogen werden können.
  • Für kürzere Texte bietet sich der linksbündige, rechtsbündige oder zentrierte Flattersatz Hier ist darauf zu achten, keine letzten Absatzzeilen auf einer neuen oder erste Absatzzeilen auf einer ersten Seite zu hinterlassen.

Welche Satzschrift soll verwendet werden?

Gute Lesbarkeit geht mit Typographie Hand in Hand, und das gilt vor allem für die Satzschrift. Sie soll immer klar und verständlich dargestellt werden, sämtliche zu druckenden Sonderzeichen und Umlaute umfassen, und zudem die Textaussage gebührend unterstreichen. Jede Schriftart birgt eine gewisse emotionale Komponente in sich, und so passt beispielsweise Schnörkelschrift wohl kaum zu einer überaus technischen Bedienungsanleitung.

Wie sieht der ideale Zeilenabstand aus?

Ganz eng zusammengekleistert oder mit meilenweitem Abstand belegt? Die Kombination aus Schriftgröße und Durchschuss – in etwa ein Fünftel der Schriftgröße – ergibt den schriftfreien Raum. Zeichenbreite und Schriftart spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Als Faustregel gilt: Je länger die Zeile, desto größer der Abstand.

Welche Zeilenlänge passt am besten?

Apropos Zeilenlänge: Bei Typographie und guter Lesbarkeit geht es auch immer um die richtige Balance aus idealem Lesefluss und bester Leserfreundlichkeit. Zu kurze Zeilen sind anstrengend, lange Zeilen brechen den Fluss komplett, können sogar abschrecken. Wo liegt nun also die goldene Mitte? Bei Spaltenaufbau, unter anderem von Flyern und Magazinen bekannt, geht man von 40-50 Zeichen/Zeile aus, während es bei Büchern um die 80 Zeichen sein können. Leerzeichen werden natürlich stets eingerechnet.

Worauf kommt es bei der Worttrennung an?

Ein längerer Text ist ohne entsprechende Trennung von Wörtern unvorstellbar, und die muss natürlich stimmen. Dabei geht es nicht nur darum, die orthografischen Regeln der Worttrennung, auch Silbentrennung genannt, zu befolgen, sondern diese vor allem unmissverständlich zu gestalten. Etwaige Mehrdeutigkeiten und irreführenden Assoziationen wollen vermieden werden, ebenso unnatürlich wirkende Umbrüche. Generell sollten Abkürzungen und Überschriften nie getrennt werden.

Mit diesen Basics sollte die Lesbarkeit künftig bei keinem Texttyp oder Druckprodukt ein Problem darstellen. Fehlt nur noch der richtige Partner, um fertig durchdachte Erzeugnisse auch tatsächlich in die gedruckte Realität umsetzen. Hier greifen die erfahrenen Experten von Salzkammergut Druck ins Geschehen ein. Umfassende Expertise, hochwertige Maschinen, vielfältige Druckverfahren und ein gesundes Maß an Flexibilität helfen in allen druckaffinen Lebenslagen weiter. Gerne nehmen wir Ihre Anfrage entgegen!